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Interview mit Beat Rutishauser über seine Rolle als Chapter Manager und die Entstehung eines starken und zukunftsfähigen Netzwerks.

Im Interview mit Beat Rutishauser, Vorstandsmitglied „Chapter Management“ im Digital Impact Network, erhalten wir spannende Einblicke in die Kunst des Netzwerkaufbaus und der (Re)aktivierung von Chapters. Als Netzwerker und Strukturgeber setzt Rutishauser auf Beziehungsarbeit und echte Präsenz, um nachhaltige Netzwerke zu schaffen, die über einzelne Events hinausgehen.

Wer nicht vernetzt ist, verpasst Entwicklungen – unabhängig von der eigenen Fachkompetenz.

Wir erfahren, warum das Vertrauen der Mitglieder und eine klare Ausrichtung für die erfolgreiche Gründung oder Reaktivierung eines Chapters entscheidend sind und welche Rolle das Geben und Nehmen dabei spielt.

Was genau umfasst deine Rolle als „Chapter Management“ innerhalb des Digital Impact Network? Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernimmst du?

Meine Rolle im Chapter Management ist vor allem Netzwerke aufbauen, strukturieren und befähigen. Ich begleite Regionen dabei, neue Chapters zu gründen oder bestehende wieder zu aktivieren – fachlich, organisatorisch und vor allem menschlich.
Zentral ist dabei Networking: Kontakte über Kontakte aufzubauen, Menschen miteinander zu verbinden und eine Kultur des Geben und Nehmens – in genau dieser Reihenfolge – aktiv vorzuleben.
Ein Chapter lebt nicht von Konzepten allein, sondern vom persönlichen Engagement innerhalb des Netzwerks.

Welche Herausforderungen tauchen häufig bei der Gründung oder Reaktivierung eines Chapters auf und wie adressierst du diese?

Häufig sind Erwartungen unklar, Rollen nicht definiert oder der Fokus liegt zu stark auf schnellen Events statt auf nachhaltigem Netzwerkaufbau.
Ich setze deshalb bewusst auf Beziehungsarbeit vor Aktivität: Erst Vertrauen, dann Struktur, dann Wirkung.
Networking ist kein Zufallsprodukt – es braucht Haltung, Verlässlichkeit und echte Präsenz.

Wie lange dauert es in der Regel von der Idee bis zur offiziellen Gründung oder Reaktivierung eines Chapters?

In der Regel drei bis sechs Monate. Ein belastbares Netzwerk braucht Zeit. Entscheidend ist nicht Tempo, sondern Qualität der Beziehungen und eine klare gemeinsame Ausrichtung.

Welchen Mehrwert bringt ein gut funktionierendes Chapter für das gesamte Netzwerk und dessen Mitglieder?

Ein starkes Chapter schafft Nähe, Relevanz, Vertrauen und Orientierung.
Mitglieder wissen, wo sie stehen, mit wem sie sich austauschen können und welche Themen für ihre Zukunft wirklich relevant sind. Digitalisierung, Strategie und Networking werden greifbar – regional, praxisnah und auf Augenhöhe.

Du hast im letzten Jahr ein neues Chapter gegründet und ein bestehendes reaktiviert. Wie gehst du dabei konkret vor?

Mein Vorgehen ist klar strukturiert:

  1. Netzwerk aktivieren – bestehende Kontakte gezielt ansprechen und verbinden
  2. Motiviertes Chapter-Team bilden – Menschen mit Haltung, nicht nur mit Titeln
  3. Vision, Mission und Mitgliedernutzen erarbeiten
  4. Strukturen & Spielregeln festlegen – Klarheit schafft Verbindlichkeit
  5. Jahresplanung erarbeiten – realistisch, wirksam und netzwerkorientiert

Networking ist dabei der rote Faden durch alle Schritte.

Wie fühlt es sich an, zu sehen, dass Chapters durch deine Unterstützung wieder aufleben oder neu entstehen?

Sehr erfüllend. Nicht wegen der Sichtbarkeit, sondern weil ich sehe, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam etwas aufbauen.
Das ist echte Wirkung – und sie entsteht nur durch ein qualitatives, tragfähiges Netzwerk.

Was motiviert dich persönlich zu diesem grossen Engagement?

Ich bin überzeugt: Zukunft entsteht im Dialog.
Dort, wo Menschen sich vernetzen, Wissen teilen und gemeinsam vorausdenken. Chapters sind für mich Orte, an denen genau das möglich wird.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der sich aktiv in einem Chapter engagieren oder ein eigenes aufbauen möchte?

Networking beginnt immer mit Geben.
Wer bereit ist, Zeit, Wissen und Kontakte einzubringen, wird ein starkes Netzwerk aufbauen – fachlich wie menschlich. Haltung schlägt Visitenkarte.

Was bedeutet dir das positive Feedback aus dem Netzwerk?

Es bestätigt mir, dass Struktur und Menschlichkeit kein Widerspruch sind.
Im Gegenteil: Sie verstärken sich gegenseitig und stärken das Vertrauen innerhalb des Netzwerks.

Gab es eine Rückmeldung oder Situation, die dich besonders berührt hat?

Ja. Wenn mir jemand sagt:
„Dank dem Chapter habe ich wieder Lust, mich mit Zukunftsthemen wie Future Management & Strategie, Strukturen & Prozesse, aber auch mit meinem Networking professionell auseinanderzusetzen.“
Dann weiss ich: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Wenn du an die kommenden Jahre denkst – wofür brennst du besonders im Chapter Management?

Für Chapters als Resonanzräume für Zukunftsfragen:
Future Management, Zukunftsgestaltung & Strategie, Megatrends, Strukturen & Digitalisierung, Führung und Zusammenarbeit – nicht theoretisch, sondern konkret und umsetzbar für KMU, Verwaltungsräte und Führungsteams.

Warum brauchen KMU heute professionelles Networking?

Weil Wissen, Chancen und Orientierung heute über Beziehungen entstehen.
Wer nicht vernetzt ist, verpasst Entwicklungen – unabhängig von der eigenen Fachkompetenz.

Was unterscheidet gutes Networking von klassischem Visitenkartentausch?

Gutes Networking ist langfristig, verbindlich und wertebasiert.
Es geht nicht um Kontakte sammeln, sondern um Beziehungen pflegen.

Woran erkennst du Organisationen, die wirklich zukunftsfähig sind?

Sie nehmen Veränderungen im Aussen bewusst wahr und gestalten ihre Zukunft im Innern systematisch – auf der Basis von Trends, Entwicklungen und klarer strategischer Reflexion.
Zukunftsfähige Organisationen investieren nicht nur in Technologie, sondern ebenso in Menschen, Strukturen und Netzwerke. Sie verstehen, dass nachhaltiger Erfolg dort entsteht, wo Orientierung, Kompetenz und Beziehungen zusammenspielen.

Über Beat Rutishauser

DIN Vorstandsmitglied | Inhaber Blue Line Consulting | zertifizierter Future Manger

Beat ist Unternehmensberater, Sparringpartner und Dozent mit Fokus auf Future Management, Strategie, Geschäftsprozesse, Digitalisierung und professionelles Networking.
Er begleit KMU, Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen dabei, Orientierung zu schaffen, Netzwerke strategisch zu nutzen und Zukunft aktiv zu gestalten – strukturiert, pragmatisch und wirksam.

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